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Arbeitsmarkt Mai 2010

Arbeitsmarktbericht Mai 2010


Arbeitslosenzahl stagniert

Erster Monat in 2010 ohne Zunahme


VESTISCHE ARBEIT Kreis Recklinghausen

Im fünften Monat des Jahres verzeichnen wir erstmalig in 2010 eine leichte Abnahme an arbeitslos gemeldeten Personen. Die negative Entwicklung der ersten vier Monate des Jahres ist unterbrochen. Die Ausprägung im Mai mit einer ganz leichten Abnahme auf 27.045 Personen weist dennoch auf einen kritischen Trend hin. Die übliche hohe Abnahme von Personen ist in diesem Jahr ausgeblieben, was mit der verzögerten Wirkung der Wirtschaftskrise zu erklären ist.

27.045 Arbeitslose mussten wir im Mai 2010 verzeichnen, was eine Abnahme von 4 Personen (+0,0%) gegenüber dem Vormonat bedeutet. Im Vergleich zum  Mai 2009 liegen wir höher (26.713 / + 1,22%).
Die Arbeitslosenzahlen der letzten Monate in 2010 bedeuten auch, dass es derzeit bei einer enormen Zunahme verbleibt.

Die Entwicklungen der Zahlen in der Personengruppe unter 25 Jahre ist im Jahr 2010 dem Monat nach verlaufen. Auch im Mai 2010 sind 16 Personen (2.325) mehr als im April 2010 (2.309). Gegenüber Mai 2009 mit 2.353 Personen ist eine geringe Abnahme von 28 Personen zu registrieren. Die Gründe für den konstant hohen Bestand sind auch weiterhin fehlende Möglichkeiten der Vermittlungen.

In der Personengruppe über 25 Jahre entspricht der Monatstrend nicht dem der anderen Monate 2010. Der Mai 2010 bringt ein Minus von 20 Personen gegenüber dem April 2010. Mit 24.720 Arbeitslosen über 25 Jahre besteht weiterhin ein hoher Wert, denn der Rückgang der Arbeitslosenzahl ist für einen Mai viel zu gering. Gegenüber Mai 2009 (24.360 Personen) ist auch ein Plus von 1,46% (+ 360 Personen) in der allgemein beschriebenen wirtschaftlichen Lage ein negatives Ergebnis. Im Vergleich der ersten fünf Monate 2010 zu 2009 lässt sich beobachten, dass die objektive Zunahme an Arbeitslosen nicht gebremst werden kann.

Die Arbeitslosenzahlen korrelieren in den fünf Monaten 2010 mit dem stetig hohen Übergang von Empfängern/innen von Arbeitslosengeld I (ALG I) zu ALG II, wobei mit der Zunahme von monatlich mehr als 400  Bedarfsgemeinschaften über 800 Personen in die Betreuung der Vestischen Arbeit münden. Durch Vermittlung in Maßnahmen und sozialversicherungs-pflichtiger Arbeit können die extrem hohen Zuwachsraten auch im Mai nicht positiv saldiert werden.

Nach dem vorliegenden revidierten Zahlenmaterial –Dez. 2009-Januar 2010- steigt die Zunahme an Bedarfsgemeinschaften (BG) bei der Vestischen Arbeit deutlich. Die Anzahl der Personen, die SGB II-Leistungen erhalten, steht kausal zu  den BG.
In der Prognose (vorläufige Zahlen) für Febr. – Mai 2010 ist eine deutliche Zunahme an Bedarfsgemeinschaften/Personen zu erwarten (Kostenwirksamkeit – Regelleistungen, jedoch  besonders Kosten der Unterkunft).

Im fünften Monat liegt der Anteil aller erwerbsfähigen Kunden der Vestischen Arbeit (revidierte Zahlen  Dez. 2009, 50.226 Kunden / Jan. 2010, 51.356 Kunden), die Einkünfte aus Erwerbstätigkeit erzielen und  zusätzlich aufstockende Leistungen erhalten(Ergänzer), bei über 23,5%. Damit gehen über 12.108 Kunden der Vestischen Arbeit (Jan. 2010 revidiert)   einer einkommens-bezogenen Tätigkeit nach.

Download:
Entwicklung Mai 2010 im Vergleich
Einkommen und Leistungen, revidierte Daten aus Januar 2010

Artikel als PDF:
Pressebericht Mai 2010


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